Attac AG genug für alle in Bonn
Mittwoch, den 16. Juni 2010, 19.30, DGB-Haus
(undiin Zukunft immer am 3. Mittwoch im Monat)
Attac beshäftigt sich seit seiner Gründung mit der sozialen Frage. Das mag Außenstehende überraschen, scheint es sich dabei doch um ein typisch innenpolitisches Thema zu handeln.
Aber die soziale Frage ist keine nationale, sondern eine hoch
globalisierte, die sich überall auf der Welt stellt und deren konkrete Gestalt und Schärfe aus der kapitalistischen Globalisierung resultieren. Sie ist keine rein "soziale" Frage im Sinne von Armutsvermeidung und Umvereilung, sie ist nicht allein damit lösbar, dass die kapitalistische Produktivität genügend Waren für alle produziert, sondern sie hat eine ökologische Dimension: „Was wäre denn ein gutes Leben für alle und jedeN? Was sind die Güter und Dienstleistungen, die wir dafür brauchen und wie wollen wir sie produzieren?" Es geht um globale Gesellschaftlichkeit, um Vergesellschaftung als solche.
Bundesweit ist es vor allem die AG genug für alle, die diesen Themen nachgeht. Auch in Bonn haben wir lange eine lokale Arbeitsgruppe gehabt, die sich mit Hartz IV, bedingugnslosem Grundeinkommen, Globalen Sozialen Rechten befasst hat. Das wollen wir nun wieder aufnehmen.
Am Mittwoch, den 16.Juni,treffen wir uns um 19.30 im DGB-Haus,
Endenicher Str. 127, im Kleinen Saal, um darüber zu beraten, mit
welchen konkreten Themen wir die Arbeit in Bonn wieder aufnehmen.
Ansatzpunkte gibt es genug:
- Die kapitalistische Krise erreicht mit den Euroturbulenzen ihre
zweite Phase, für die von seiten der Regierenden von Anfang an harte soziale Einschnitte angekündigt werden.
- Das unmenschliche Hartz IV-System erhielt zwar vom
Verfassungsgericht eine Abmahnung, soll deshalb aber gleichwohl eher noch verschärft als abgeschafft werden.
- Eine umfassende soziale Sicherheit ist in Zukunft offensichtlich
nicht mehr möglich, wenn Einkommen und Erwerbsarbeit nicht getrennt werden.
- Die Sozialversicherungssysteme verlieren immer mehr ihre
Schutzfunktion, ihre Erneuerung als solidarische
BürgerInnenversicherung ist dringlicher denn je.
- Privatisierungen aller Art von öffentlicher Infratruktur und
kommunalem Eigentum stehen auch in Bonn an.
Bei unserem Treffen wird es zuerst einmal darum gehen, an welchen
Themen wir hier in Bonn konkret aktiv werden wollen und können. Das hängt nicht zuletzt davon ab, wer dabei ist und was die Beteiligten für Interessen und Möglichkeiten mitbringen. Alle sind eingeladen, mit uns zu diskutieren, selbstverständlich auch Nichtmitglieder von attac.
Wir freuen uns auf euch
Dagmar Paternoga, Horst Lüdtke, Werner Rätz




